Park prirode Lastovsko otočje

Land

 

FLORA

 

Der Lastovo-Archipel ist eines der reichsten und am meisten erhaltenen botanischen Gebiete im Mittelmeerraum.
Die Zusammenstellung der Flora auf der Insel Lastovo wurde von der Abgeschiedenheit der offenen See, der Fülle an Sonnenlicht und nächtlicher Feuchtigkeit sowie vom besonderen und tiefen Boden von Lastovo beeinflußt. Unter den bislang 810 verzeichneten Arten können gefährdete Arten, andernorts ausgestorbene Arten, endemische sowie steno-endemische Arten vorgefunden werden.

Außer Steinkraut (Aurinia leucadea), einer interessanten botanischen Rarität, muß auch das innerhalb der kroatischen Flora äußerst selten und nur auf Lastovo vorkommende Dissgras (Ampelodesmos mauretanica) hervorgehoben werden, sowie die steno-endemische und gesetzlich streng geschützte dalmatinische Variante der Doppelsäge (Biserrula pelecinus ssp. dalmatica).

Die Flora der Insel Sušac entwickelte sich auf kargem Boden unter dem Einfluß von Wassermangel und ständigen starken Südwinden. Diese spezifische Flora beinhaltet 278 Pflanzenarten, wobei von den acht endemischen Arten die Kohlart Brassica cazzae hervorzuheben ist, die in Felsspalten entlang und nahe der Küste wächst.

Um die 70 % der Inselfläche sind bewaldet, womit Lastovo neben Mljet zu den  waldigsten Inseln Kroatiens zählt. Die Insel ist vorwiegend mit Macchia bedeckt - die schönste vorzufindende Baumart ist der Erdbeerbaum (Arbutus unedo) – doch wesentlichen Anteil im Bewuchs hat die Steineiche (Quercus ilex) sowie Aleppokieferwälder (Pinus halepensis). Unter der Walddecke können auch Pilze gefunden werden.

Die Häuser von Lastovo sind von mediterranem Gewächs geziert: Mandel, Zitrone, Apfelsine, Palme und Johannisbrot. Das hiesige Klima begünstigt auch das Gedeihen von Heilkräutern, wie etwa von Salbei, Minze, Schafgarbe, Rosmarin, Lavendel, Fenchel und Kamille. Unter den kultivierten Pflanzen finden sich überwiegend Wein und Oliven.

 


FAUNA

 

Die Tierwelt der Insel ist gleichermaßen mannigfaltig. Bislang wurden 175 Wirbeltierarten verzeichnet, wovon 71 auf nationaler und 37 auf europäischer Ebene gefährdet sind.
Die Höhlen auf Lastovo dienen Fledermäusen als Unterschlupf oder Brutstätten. So haben etwa in der Medjedina-Höhle zwei gefährdete Arten ihren Lebensraum gefunden – die Wimperfledermaus (Myotis emarginatus) und die Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum).

Der Lastovo-Archipel ist auch wichtiger Rastplatz für viele Zugvögel und übrigens Nistplatz des seltenen Mittelmeer-Sturmtauchers (Puffinus yelkouan) und des Gelbschnabel-Sturmtauchers (Calonectris diomedea). Etwa 70 % der kroatischen Population der weltweit gefährdeten Korallenmöwe (Larus audouinii) nistet auf den Inselgruppen Lastovnjaci und Vrhovnjaci. Im Naturpark nisten auch zahlreiche Greifvögel, unter welchen sich der Wanderfalke (Falco peregrinus) und der Eleonorenfalke (Falco eleonorae) besonders hervorheben.

Ein Kuriosum ist, daß es auf dem Archipel keine Giftschlangen gibt; die einzige vorkommende Schlangenart ist die Balkan-Springnatter (Dolichophis caspius). Der Lastovo-Archipel ist auch Lebensraum steno-endemischer Eidechsen, nämlich der Dalmatinischen Ruineneidechse (Podarcis sicula adriatica) und der Adriatischen Mauereidechse (Podarcis melisellensis n. ssp.). Ferner ist dieses Gebiet auch an Mikrofauna reich, besonders an Insekten, Spinnentieren und Schnecken.

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